Turnmäuse I + II

Bewegungslandschaften für unsere kleinen Krabbler und Läufer

"Der Säugling muss nicht amüsiert werden, er benötigt keine komplizierten Spielsachen. Stunden- tage- sogar monatelang spielt er mit den einfachsten Gegenständen und immer mit größter Aufmerksamkeit , mit dem größten Interesse und Vergnügen und immmer mit der größten Aufmersamkeit , mit größtem Interesse und Vergnügen und monatelang sogar jahrelang beschäftigt er sich mit dem eigenen Körper, seinen Bewegungen und Bewegungsmöglichkeiten. Nur darf er dabei nicht gestört werden!"

Emmi Pikler

 

Bei den Turnmäusen erhalten die Kinder Raum sich und ihren Körper kennenzulernen. Sie sammeln Bewegungserfahrungen, lernen dingliche und räumliche Umwelt kennen, lernen ihre Gefühle in Bewegung auszudrücken, lernen ihre eigene Fähigkeiten kennen und sich mit diesen auseinander zu setzen, lernen sich selbst als Person kennen, bekommen ein Bild von sich selbst, erproben und erfahren ihre eigenen Grenzen. Sie lernen und empfinden Freude, Stolz, Misserfolg und Erschöpfung. Dies ist nur ein kleiner Auszug von den Fähigkeiten , die Bewegung bei einem Kind auslöst. Bewegung spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder.

 

Kleine Bewegungslandschaften, Lieder, Tänze und erste kleine Spiele führen die Kinder dabei durch eine Turnstunde. 

Viele Ideen aus den Stunden könnt ihr dabei als Spielanreize für zu Hause mitnehmen, da wir viel aus dem Alltag der Kinder in die Stunde integrieren.

 

Durch Bewegung die soziale Umwelt erfahren

Kinder müssen sich in Bewegungsstunden, beim Kinderturnen, und in vielen anderen Situationen nicht nur mit Materialien und Gegenständen, sondern sich auch miteinander auseinandersetzen . Viele Bewegungsgeräte und Spiele benötigen mehr als nur eine Person bzw. werden interessanter, wenn man es mit mehreren spielt. Man spielt miteinander oder gegeneinander, einzeln oder in Mannschaften. Oft muss man teilen, benötigt Hilfe oder gibt Hilfe.

All diese Anlässe benötigen viel Absprache, Kommunikation, Verständnis und Kompromissbereitschaft.

Kinder lernen durch die verschiedensten (Bewegungs-)situationen mit anderen umzugehen, Wünsche zu respektieren, auf Kompromisse einzugehen, sich in Spielkameraden einzufühlen, Absprachen und Regeln einzuhalten und sich auf Vorschläge und Ideen einzulassen.